17 August 2015

16.08.15


Der Tag startete mit einem Gebet von dada, da alle von gestern zu müde waren, um in die Kirche zu gehen. Nach dem Frühstück habe ich mit den Kindern ein bisschen draußen gespielt J Dann stand Wäsche waschen auf dem Tagesprogramm, natürlich mit der Hand was ich aber persönlich nicht schlimm finde. Die Kiddis haben mir Gesellschaft geleistet und haben dann einen Film mit mir geguckt. Hinter dem Fernseher kam eine riesige Spinne zum Vorschein, sodass wir erstmal etwas Panik hatten^^
Ich hatte der Familie gestern erzählt wie gerne ich backe, daher hatte ich heute die Gelegenheit ein paar Muffins mit Sabrina, Sarah und Winti zu backen, die echt lecker geworden sind! Zum Abendessen gab es dann das erste mal Fleisch seit ich hier bin, nämlich Würstchen. Nach dem ersten Bissen begann ich schon anzufangen zu schwitzen. Hier ist in fast allem sehr viel Chilli :D und diese Würstchen waren sehr sehr scharf! Trotzdem war es super lecker und etwas Besonderes. Außerdem gab es noch Bier, was mich ein Stück Heimat in dieser sehr anderen aber aufregenden Kultur fühlen lassen hat. So langsam gefällt es mir hier sehr gut.

Kleines Update: ich habe hier doch eine Dusche :D









15 August 2015

Heute war Independence Day, d.h. heute vor 69 Jahren ist Indien unabhängig von Groß Britannien geworden! Gestartet hat der Tag mit einer Zeremonie in der Schule nebenan, wo die Flagge aufgezogen wurde und es Programm mit Tanz und Gesang gab. Großvater David war Ehrengast und hat eine Rede gehalten. Gegen Nachmittag ging es weiter mit dem Programm, das die Davids organisiert haben. Auch hier gab es 4 Stunden Tanz, Gesang Reden und Ehrungen für Menschen, die andern Menschen gutes getan haben. Hier sind so viele Leute sehr engagiert!!

Heute hatte ich ziemliches Heimweh, aber das ist jetzt weg, weil die Familie hier so nett ist. Sie haben mich getröstet und haben gesagt, ich soll mich als Teil ihrer Familie ansehen. 

Hier ein paar Fotos vom Independence Day und gestern! 




   

Erster richtiger Tag

Heute war der erste richtige Tag hier und ich habe schon sehr viel erlebt. Erstmal will ich aber erzählen, wo ich wohne J Die ersten 2 Wochen lebe ich bei der Familie David. Sie sind die Leiter der Serve and Share association. Sie haben 3 tolle Töchter: Sabrina, sie ist die älteste mit 10 Jahren, Sarah ist 6 Jahre alt und Winti, die jüngste mit 5 Jahren. Alle 3 sind so wundervoll offen und energiegeladen! Mit im Haus wohnt außerdem Mr. Davids Vater. Familie wird hier groß, nein riesig geschrieben! Obwohl im Haus genug Platz wäre, um für die Kinder eigene Zimmer zu haben, schlafen sie gemeinsam. Sabrina und dada (So wird der Großvater väterlicherseits genannt) schlafen in einem Zimmer und Winti, Sarah, Mr. Und Mrs. David schlafen in einem Zimmer. Diese Zimmer sind zusammen mit der Küche und den Wohnzimmer unten. Ich wohne oben im Gästezimmer, an das sich die 3 Büros und mein eigenes Bad anschließen. Ich bin froh, dass ich viele Taschentücher mitgebracht hab, denn Klopapier gibt’s hier nicht :D  Die duschen hier sind auch etwas anders :D Es ist weniger eine Dusche und mehr ein Eimer, in den man Wasser füllen kann, aber das ist voll ok. Ich habe dadurch schon gemerkt, wie wenig Wasser man eigentlich braucht, um sauber zu bleiben. Obwohl ich erst 2 Tage hier bin, habe ich wirklich schon viel gelernt. Ich schätze meine Familie auch schon ganz anders und vermisse sie sehr.
Nun zu meinem Tag: Heute morgen gab es erstmal Frühstück, natürlich indisches Frühstück (ich werde mich bemühen mehr Bilder vom Essen zu machen), dann musste ich ein paar Formulare für meine Registrierung hier in Indien ausfüllen, das habe ich selber noch nicht ganz verstanden für was das ist :D danach bin ich mit Mrs. David zu ihren Eltern gefahren, die hatten heute nämlich Hochzeitstag. Die beiden sind so nett! Für den Rückweg haben sie uns 3 Guaven von ihrem Guavenbaum mitgegeben, die sehr lecker waren! Danach sind wir nach indischen Sachen für mich gucken gegangen J Ich habe jetzt 2 Hosen und 3 Oberteile! Dann haben wir noch eine indische Sim Karte gekauft und mussten für diese noch Passbilder von mir machen (warum auch immer die sowas für einen Simkartenkauf brauchen :D ist wohl aus Sicherheitsgründen wurde mir erklärt).

Den Rest des Tages habe ich mit den Kindern gespielt und am Abend haben sie mich frisiert :D Wir haben gesungen und getanzt, was sehr schön war. 

13 August 2015

Endlich angekommen!

Nach einer 27 Stündigen Reise bin ich endlich in Dehradun angekommen. Einblicke habe ich auf der 6 Stunden langen Zugfahrt schon bekommen: Viele Menschen wohnen in Ruinen oder selbst gebauten Hütten, riesige Müllberge zwischen den Häusern. Am Flughafen in Delhi habe ich mich mit einer wohlhabenden Frau unterhalten, die meinte, dass die Leute nur so arm sind weil sie faul sind. Ich bezweifle das noch. Wenn jemand schon in solche Verhältnisse reingeboren wird, ist es sehr schwer da raus zu kommen. 
Mrs. David, die Frau des Leiters von SASA hat mich mit 2 Männern vom Bahnhof abgeholt. Hier sind wirklich alle super nett zu mir! Der Verkehr hier ist echt ne Sache für sich :D Also ich fand es beindruckend und witzig, wie trotz solch eines Durcheinanders kein Unfall ensteht.

Hier in Dehradun werde ich die Einführunggsphase haben, aber heute steht erstmal ankommen an: Ich habe sogar mein eigenes Zimmer und meine eigene Toilette, das ändert sich jedoch, wenn ich bald nach Akhori komme, einem ärmeren Dorf im Himalaja. Ich muss jetzt erstmal diese ganzen Eindrücke auf mich wirken lassen und melde mich bald wieder :)

Vom 12.08.2015

Obwohl  ich in einem Lufthansa Flieger sitze ist alles voll mit Indischen Menschen. Neben mir sitzen zwei Erwachsene Damen, wobei eine von Ihnen schon sehr alt zu sein scheint. Sie sehen  sehr nett aus und meine Aufregung legt sich langsam, nachdem mir die nette Stewardess ein Glas Weißwein gebracht hat. Alle Ansprachen kommen auch auf Hindi, und ich frage mich, ob ich wohl auf der Rückreise einiges von dem Gesagten verstehen werde. Ich hoffe es sehr! Ein Wort mehr habe ich hier im Flugzeug schon gelernt: Tanewha! Das bedeutet nämlich Danke. Das haben mir die zwei indischen Frauen beigebracht, während ich an meiner Dankesrede für SASA geschrieben habe :)
Zum Mittagessen gab es auch schon Indisches Essen, „Eine gute Einstimmung auf Indien und sehr lecker“ sagte die Stewardess, und damit hatte sie auch recht!

Mittlerweile bin ich nicht mehr so nervös und aufgewühlt, der Abschied von meiner Familie und besonders von Julian war schwer, aber jetzt freue ich mich richtig und versuche mein Ziel in den Augen zu behalten, nämlich etwas in dieser Welt zu verändern, auch wenn es nur ein kleiner Teil ist! 

11 August 2015

Hey Leute, morgen ist es soweit!! Um 13:45 fliege ich von Frankfurt ab, um dann ein halbes Jahr in Indien zu leben und mit der Serve and Share Organization freiwillige Arbeit leiste. Der Rucksack ist gepackt, Klamotten habe ich eher wenig mit. Meine Reiseapotheke ist riesig und nimmt schon ein drittel des Rucksacks ein, ein paar warme Sachen für den Winter sind noch dabei und 3 langärmlige, hochgeschlossene Blusen. Die meisten Sachen , die ich hier trage, darf ich dort nicht anziehen: keine kurzen Hosen, keine Tops, denn die Schultern und Knie müssen immer bedeckt sein. Daher werde ich mir das meiste dann vorort kaufen :)
Ich fliege erstmal 8 Stunden nach Delhi, von dort aus sind es dann nochmal 6 Stunden Zugfahrt bis ich in Dehradun, wo ich die ersten Wochen verbringe, ankomme. Ich bin echt gespannt und aufgeregt! Alles weitere folgt, wenn ich angekommen bin! Bis dann :) <3